October 9, 2020 9:04 AM
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Corona-Fälle: Schlachthof Weidemark muss vorübergehend schließen

OSNABRÜCK. Die Lage bei Corona-bedingten Schließungen von Schlachthöfen in Deutschland spitzt sich erneut zu. Der Landkreis Emsland hat die vorübergehende Schließung des Schlachtbetriebs Weidemark in Sögel angeordnet. Die Tönnies-Tochter wehrt sich gerichtlich gegen die Schließung. Der Vion-Schlachthof in Emstek muss dagegen nur Produktion herunterfahren.

Die Folge der Corona-bedingten Schließungen von Schlachthöfen in Deutschland reißt einfach nicht ab. Den jüngsten Fall betrifft den Schlachthof Weidemark im emsländischen Sögel, der wegen Dutzender Corona-Fälle vorübergehend geschlossen wird. Inzwischen seien 112 Beschäftigte des Schlachtbetrieb Weidemark mit dem Coronavirus infiziert, teilte der Landkreis Emsland mit. Damit keine Ware verdirbt, werde bis Freitag noch geschlachtet und bis Sonntag zerlegt, hieß es. Danach werde der Betrieb für voraussichtlich 22 Tage schließen. Rund 2.000 Menschen arbeiten in dem Betrieb. Diese Entscheidung der Behörden kommt für Insider überraschend, denn noch am Dienstag äußerte sich ein Tönnies-Unternehmenssprecher zuversichtlich, die Lage sei stabil und man könne weiter mit reduzierten Stückzahlen schlachten. „Diese Regelung ist wichtig, um zu vermeiden, dass es zu einer exponentiellen Verbreitung des Virus in der Belegschaft, aber auch außerhalb des Schlachthofs kommt", teilte der Landkreis weiter mit.

Tönnies mahnt Verhältnismäßigkeit an
Der Geschäftsführer des Schlachthofs Weidemark, Christopher Rengstorf, bezeichnete die Schließung als „nicht verhältnismäßig“. Tönnies teilte am Mittwochabend mit, dass Weidemark bei dem zuständigen Verwaltungsgericht eine einstweilige Verfügung gegen die Maßnahme beantragen werde. Das Unternehmen hätte in den vergangenen Tagen zahlreiche Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor neuen Infektionen mit den Behörden des Emslandes abgestimmt und installiert, um gleichzeitig den Druck auf die landwirtschaftlichen Erzeugungsketten zu entlasten. Diese Maßnahmen würden erste Erfolge zeigen. "Daher müssen wir Verhältnismäßigkeit wahren und neben dem Infektionsschutz auch den Tierschutz auf den Höfen in der Region sicherstellen", so Rengstorf. Zuletzt hatte der Schlachthof seine Kapazitäten deutlich reduziert und nicht wie bisher 15.000 Schweine täglich geschlachtet, sondern 8.000. Alle Mitarbeiter wurden täglich auf Corona getestet.

Corona-Ausbruch auch in Emstek
Zahlreiche Corona-Fälle gibt es auch in einem Fleischbetrieb in Emstek im Landkreis Cloppenburg. Insgesamt sind 63 Mitarbeiter des Vion-Schlachthofs infiziert, wie Cloppenburgs Landrat Johann Wimberg am Mittwoch mitteilte. Der Schwerpunkt der Infektionen sei im Bereich der Grobzerlegung festgestellt worden. Mitarbeiter im Bereich der Schlachtung seien hingegen kaum betroffen. Der Betrieb solle zunächst eingeschränkt, aber nicht komplett heruntergefahren werden. Das heißt, dass nicht mehr bis zu 12.000 Schweine pro Tag geschlachtet werden, sondern nur noch maximal 7.000. Zudem sollen von nun an alle Mitarbeiter, die das Unternehmen betreten, täglich auf Corona getestet werden.

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